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Von
Ursula Meier
Mit
Léa Seydoux, Kacey Mottet Klein, Gillian Anderson
Land
CH/F
Jahr
2012
Sprache
Fd
Dauer
97 Minuten
In Ursula Meiers Drama SISTER geht es um einen kindlichen Dieb und seine erwachsene Schwester. Ein grossartiges Stück vom Oben und Unten unserer Welt, das mit einem Silbernen Bären an der Berlinale 2012 ausgezeichnet wurde.
Der zwölfjährige Simon wohnt mit seiner älteren Schwester Louise in einem Hochhaus nahe eines Skigebiets. Während der Wintersaison fährt Simon jeden Tag mit der Seilbahn in die Berge um dort seinem "Job" nachzugehen, nämlich Skier und Wintersportbedarf den Touristen zu klauen, um die Dinge dann wieder zu verkaufen. Da seine Schwester nur unregelmäßig arbeitet, sind die beiden auf seine Diebestouren angewiesen. Doch als Louise wieder einen neuen Mann kennenlernt, beschließt Simon der Realität ins Gesicht zu sehen.

Wie in HOME siedelt Ursula Meier auch in SISTER ihre Protagonisten an einem Ort an, der abseits des Lebens zu stehen scheint. Ein Durchgangsort. Während in HOME die Blechkarawanen auf der Autobahn am Haus der Familie vorbeirasten, sind nun Touristen und Saisonarbeiter die Außenwelt, an deren Rand Simon lebt. Die Umgebung geht auch hier mit dem Innenleben der Charaktere eine perfekte Symbiose ein, denn jene Unverbindlichkeit, mit der die Touristen nur kurz am Urlaubsort verweilen, prägt auch die Beziehung von Louise und Simon. Ein Zustand, den Simon verzweifelt zu überwinden versucht. Die Regisseurin gibt seinem Charakter Zeit, sich zu entfalten, erst allmählich brechen seine Bedürfnisse durch die Fassade der scheinbaren Selbständigkeit. Nachwuchstalent Kacey Mottet Klein spielt die Figur des Simons mit größter Intensität, stets zwischen Frühreifem und Kind changierend und trägt damit den Film über große Teile allein.
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