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Von
Lasse Hallström
Mit
Emily Blunt, Ewan McGregor, Kristin Scott Thomas
Land
GB
Jahr
2012
Sprache
Edf
Dauer
107 Minuten
Mit einer gehörigen Portion schwarzen britischen Humors erzählt SALMON FISHING IN THE YEMEN eine vielschichtige Geschichte über drei sehr unterschiedliche Menschen, die an einem verrückten Projekt festhalten.
Dr. Alfred Jones (Ewan McGregor) ist der führende Lachs-Experte im britischen Königreich. Er lebt ein ruhiges und entspanntes Leben. Wenn er nicht gerade zu Hause über neue Varianten von Köderfliegen nachgrübelt, fährt er gerne nach Schottland, um diese auszuprobieren und gleichzeitig vor seinem gepflegten, aber langweiligen Zuhause samt Ehefrau Mary (Rachael Stirling) zu fliehen. Aus diesem Alltag wird er gerissen, als die Finanzberaterin Harriet Chetwode-Talbot (Emily Blunt) ihn bittet, bei einem höchst spektakulären und ungewöhnlichen Projekt im Jemen mitzuwirken. Ein reicher Scheich würde alles finanzieren. Für Jones ist das vollkommener Blödsinn, reichlich benötigtes Wasser für Lachse dürfte in der Wüste kaum vorhanden sein. Er winkt ab. Bis ihn der Ruf des Premierministers in Gestalt von dessen PR-Strategin Patricia Maxwell (Kristin Scott Thomas) ereilt. So ein Projekt bietet willkommenen Anlass, von der schwierigen, unpopulären aussenpolitischen und militärischen Situation im Nahen Osten abzulenken. Dr. Jones ist die Sache durchaus ebenfalls willkommen, kann er auf diese Weise der Trostlosigkeit seines Hauses erstmal entkommen. Seine Frau hat übrigens auch die Koffer gepackt, um einige Zeit in Genf zu arbeiten. Ihre Ehe funktioniert schon lange nicht mehr. Harriet hofft ihren neuen Freund, der als Offizier im Nahen Osten im Einsatz ist, vielleicht zu begegnen. Scheich Muhammad Ibn Zaidi bani Tihama (Amre Waked) hofft auf seine Lachse, die britische Regierung auf positive Publicity. Es wird aber noch sehr turbulent und verwickelt werden.

Ein Schwede macht einen britischen Film, der äusserst sehenswert und sehr kurzweilig ist. Das war eigentlich nicht anders zu erwarten, denn Lasse Hallström hat sich im Laufe seiner Karriere international mit den unterschiedlichsten Sujets beschäftigt und ist immer für neue Überraschungen gut. Diesmal hat er sich in satirischer Weise der britischen Aussenpolitik angenommen, das Ganze mit einem typisch britischen Hobby, dem Fliegenfischen verknüpft, eine phantastische biologische Utopie beigemischt und letztlich britisches Liebesleben humorvoll unter die Lupe genommen.

Lasse Hallström hat den Plot genau getimt, jeder Gag, jede absurde Situation, jede satirische Anspielung und romantische Stimmung sitzt. Alles wirkt perfekt plaziert, ohne allzusehr zu übertreiben. Die Darsteller, besonders McGregor und Scott Thomas, sind in bester Spiellaune, da sie erfahren genug sind, allen Charakteren Glaubwürdigkeit und Verve zu verleihen. Und Emily Blunt ist schon längst keine Aufsteigerin mehr. Die Geschichte selbst kann man als Märchen über den Glauben an das Unmögliche sehen. Lachse in der Wüste, warum nicht? Es könnte auch etwas anderes sein. Der Scheich, mit viel Geld funktioniert das eher, sieht mehr darin etwas mystisches, ein Gleichnis. Lachse schwimmen vom Meer einen Fluss hinauf, ein Sinnbild die Vollkommenheit der Natur. Und wenn die Menschen Lachse angeln, gibt es keine gesellschaftlichen Schranken mehr. Das hat doch etwas.


"Simon Beaufoy (SLUMDOG MILLIONAIRES) hat ein temporeiches und witziges Drehbuch geschrieben, das sogar einem Billy Wilder gefallen hätte. Die romantische Seite der reichlich verwegenen Story setzen Ewan McGregor und Emily Blunt mit großer Spielfreude um, für den mediensatirischen Part ist Kristin Scott Thomas zuständig. Und mit Amr Waked ist der wohl weltschönste Scheich seit Omar Sharif mit im Boot. Im Boot? Maritime Metaphern ausgerechnet im Jemen? Ganz recht... Ein zündendes Stück Kino mit viel Humor…"
DIE ZEIT

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